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Antrag, Bericht & Pflichtdoku
PTV3 — Bericht an den Gutachter
auch: Bericht an den Gutachter · PTV3-Bericht · Gutachterbericht- Pflichtformular der Psychotherapie-Vereinbarung (PTV), mit dem Psychotherapeut:innen die geplante Behandlung dem unabhaengigen Gutachter der Kasse begruenden. Pflichtbestandteile: Spontanangaben, Lebensgeschichte, Psychischer Befund, Somatischer Befund, verfahrensspezifische Analyse (Verhaltensanalyse, psychodynamische oder systemische Hypothese), ICD-10-Diagnose, Behandlungsplan, Prognose. Grundlage fuer die Bewilligung von Kurz- oder Langzeittherapie.
PTV12 — Konsiliarbericht
auch: Konsiliarbericht · PTV12- Aerztlicher Konsiliarbericht, der vor Beginn einer Psychotherapie somatische Differenzialdiagnosen ausschliesst. Wird von Hausaerztin oder Facharzt erstellt, ist Pflichtbestandteil des Antrags an die Krankenkasse und liegt dem PTV3-Bericht bei. Inhalte: koerperliche Befunde, Laborwerte, Medikation, somatische Ko-Morbiditaeten.
PTV2 — Antrag des Versicherten auf Psychotherapie
auch: PTV2 · Antrag des Versicherten- Formal-administrativer Antrag der Patient:in an die eigene Krankenkasse. Enthaelt Stammdaten, gewuenschtes Verfahren und Sitzungsumfang. Wird gemeinsam mit PTV3-Bericht und Konsiliarbericht eingereicht. Im Gegensatz zum PTV3-Bericht keine klinischen Inhalte.
Probatorik / Probatorische Sitzungen
auch: Probatorische Sitzungen · Probesitzungen- Bis zu vier probatorische Sitzungen koennen ohne Antragstellung bei der Kasse als GKV-Leistung abgerechnet werden. Sie dienen der Diagnostik, der Indikationsstellung und der Klaerung der Therapiemotivation. Vor Beantragung einer Richtlinientherapie verpflichtend.
Sitzungsprotokoll
auch: Sitzungsdokumentation · Therapieprotokoll- Pflichtdokumentation jeder Therapiesitzung nach § 630f BGB. Mindestinhalt: Datum, Sitzungsnummer, Stimmungs- und Befundlage, durchgefuehrte Interventionen, Hausaufgaben, Risikobewertung, Planung naechste Sitzung. Wird im Streitfall als juristisch belastbares Dokument behandelt.
Verlaufsdokumentation
auch: Verlaufsbericht · Therapieverlauf- Periodische Zusammenfassung des Therapieverlaufs ueber mehrere Sitzungen — Schweregrad-Verlauf, Symptomreduktion, Beziehungsdynamik, Zielannaeherung. Pflicht bei Fortfuehrungsantraegen, Supervision und Abschlussbericht.
Abschlussbericht
auch: Therapie-Abschlussbericht- Bericht am Ende einer Psychotherapie an die Krankenkasse. Enthaelt Therapieziele, erreichte Ergebnisse, eingesetzte Interventionen, Restsymptomatik, Empfehlungen fuer Nachsorge und ICD-10-Verlauf.
Fortfuehrungsantrag
auch: Verlaengerungsantrag- Antrag auf Verlaengerung einer laufenden Therapie ueber das urspruenglich genehmigte Kontingent hinaus (z. B. Kurzzeit- zu Langzeittherapie). Erfordert einen neuen Bericht an den Gutachter mit aktualisiertem Behandlungsplan und Begruendung der Notwendigkeit.
Umwandlungsantrag
auch: Umwandlung Kurzzeit Langzeit- Antrag auf Umwandlung einer Kurzzeittherapie (KZT) in eine Langzeittherapie (LZT) bei zunaechst KZT-bewilligtem Fall. Beinhaltet aktualisierte ICD-10-Diagnose, Behandlungsplan und prognostische Einschaetzung.
Sozialbericht
auch: Stellungnahme- Schriftliche Stellungnahme an Sozialgerichte, Renten- oder Arbeitsagenturen zu Diagnose, Krankheitswert, Leistungsfaehigkeit und Therapieverlauf. Hohes Mass an klinischer Sorgfalt und juristischer Praezision erforderlich.
Mehr dazu:konsiliarbericht ptv12 vorlage 2026
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Befund & Diagnostik
AMDP-Befund
auch: Psychischer Befund nach AMDP- Standardisiertes System der Arbeitsgemeinschaft fuer Methodik und Dokumentation in der Psychiatrie zur Erhebung des psychopathologischen Befunds. 100 Items in 12 Hauptbereichen (Bewusstsein, Orientierung, Aufmerksamkeit, Gedaechtnis, formales Denken, inhaltliches Denken, Wahrnehmung, Ich-Erleben, Affekt, Antrieb, Psychomotorik, vegetative Funktionen).
ICD-10-GM
auch: ICD-10 · International Classification of Diseases- Internationale statistische Klassifikation der Krankheiten, German Modification — Pflichtsystem fuer Diagnosen in Deutschland (vertragsaerztliche Versorgung, stationaere Versorgung, Antraege Psychotherapie). Psychische Stoerungen liegen in Kapitel V (F00–F99).
ICD-11
auch: ICD-11 Mental and Behavioral Disorders- Aktualisierte WHO-Klassifikation seit 2022 mit veraenderter Struktur psychischer Stoerungen (z. B. komplexe PTBS als eigene Kategorie, Gaming Disorder). In Deutschland noch nicht abrechnungsrelevant, aber bereits wissenschaftlich anschlussfaehig.
DSM-5-TR
auch: Diagnostic and Statistical Manual- Diagnostic and Statistical Manual of Mental Disorders, 5th Edition, Text Revision (American Psychiatric Association, 2022). Im deutschsprachigen Raum ergaenzend zur ICD-10-GM verwendet, vor allem in Forschung und Differenzialdiagnostik.
Differenzialdiagnostik
auch: Differentialdiagnose- Systematische Abgrenzung der Hauptdiagnose von aehnlich praesentierenden Stoerungen. In Psychotherapie und Psychiatrie unverzichtbar — z. B. Major Depression vs. Anpassungsstoerung vs. bipolare Depression vs. somatische Genese.
Biografische Anamnese
auch: Lebensgeschichte · Lebensgeschichtliche Anamnese- Strukturierte Erhebung der Lebensgeschichte: Familienstruktur, Kindheit, Schule, Ausbildung, Partnerschaft, beruflicher Verlauf, kritische Lebensereignisse. Grundlage fuer das Verstaendnis von Stoerungs-Entstehung und Aufrechterhaltung.
Psychischer Befund
auch: Befund- Querschnittsbefund des aktuellen psychischen Zustands bei der Sitzung — beobachtbare und berichtete Phaenomene in den Bereichen Bewusstsein, Orientierung, Aufmerksamkeit, Gedaechtnis, formales und inhaltliches Denken, Wahrnehmung, Affekt, Antrieb, Suizidalitaet. Pflichtbestandteil im PTV3-Bericht.
Somatischer Befund
auch: Koerperlicher Befund- Zusammenfassung relevanter koerperlicher Befunde und Diagnosen, die fuer das Stoerungs-Verstaendnis oder die Indikation einer Psychotherapie eine Rolle spielen. Wird i. d. R. aus dem Konsiliarbericht (PTV12) uebernommen.
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Verfahren & Fallkonzept
Verhaltenstherapie (VT)
auch: VT · Kognitive Verhaltenstherapie · KVT- Eines der vier in Deutschland zugelassenen Richtlinienverfahren. Aktuelle Variante: Kognitive Verhaltenstherapie (KVT, dritte Welle). Arbeitet mit Verhaltensanalyse, kognitiver Restrukturierung, Verhaltensaktivierung, Expositionsverfahren.
Tiefenpsychologisch fundierte Psychotherapie (TP)
auch: TP · Tiefenpsychologie- Richtlinienverfahren mit psychodynamischer Grundorientierung, fokussiert auf aktuelle Konflikte, Beziehungsmuster und unbewusste Prozesse. Strukturiert, ziel- und fokusorientiert; meist 24–60 Sitzungen.
Analytische Psychotherapie (AP)
auch: AP · Psychoanalyse- Hochfrequentes Richtlinienverfahren (i. d. R. 3 Sitzungen pro Woche, oft im Liegen), das auf der psychoanalytischen Tradition (Freud, Kohut, Klein, Kernberg) aufbaut. Arbeitet mit Uebertragung, Gegenuebertragung, freier Assoziation und Traumdeutung.
Systemische Therapie (ST)
auch: ST · Systemische Familientherapie- Seit 2020 als Richtlinienverfahren zugelassen. Versteht psychische Stoerungen im Kontext sozialer Beziehungen und kommunikativer Muster. Arbeitet mit zirkulaeren Fragen, Reframing, Genogrammen und Aufstellungen.
SORK-Schema / Verhaltensanalyse
auch: Verhaltensanalyse · SORKC- Modell der funktionalen Verhaltensanalyse: S (Stimulus / ausloesende Situation), O (Organismus / kognitive und biologische Variablen), R (Reaktion / Verhalten, Kognition, Emotion, Physiologie), K (Konsequenz, kurz- und langfristig). Kernwerkzeug der VT-Fallkonzeption.
Psychodynamische Hypothese
auch: Psychodynamische Fallkonzeption · OPD- Hypothese ueber unbewusste Konflikte, Beziehungsmuster und Strukturniveau einer Person — operationalisiert z. B. ueber die Operationalisierte Psychodynamische Diagnostik (OPD). Pflicht im PTV3-Bericht bei TP und AP.
Systemische Hypothese
auch: Systemische Fallkonzeption- Hypothese ueber das Zusammenspiel von Symptom, Beziehungssystem und Kontext: Welche Funktion hat das Symptom im Familien-, Paar- oder Arbeitssystem? Welche Loyalitaeten, Skripte und Muster halten es aufrecht? Pflicht im PTV3-Bericht bei ST.
Fallkonzeption
auch: Case Conceptualization · Fallformulierung- Integrierte schriftliche Konzeptualisierung eines Falls: Entstehung, Aufrechterhaltung, Ressourcen, Therapieziele und Methodenwahl. Verfahrensspezifisch unterschiedlich ausgepraegt (Verhaltensanalyse / psychodynamische Hypothese / systemische Hypothese).
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Klinische Diagnosen (Auswahl)
F32 — Depressive Episode
auch: Major Depression · F32.0 · F32.1 · F32.2- ICD-10-Diagnose der unipolaren depressiven Episode. Hauptsymptome (mindestens zwei Wochen): gedrueckte Stimmung, Interessenverlust, Antriebsminderung. Zusatzsymptome: Konzentration, Selbstwert, Schuldgefuehle, Suizidgedanken, Schlaf, Appetit. Schweregradabhaengig leicht (F32.0), mittel (F32.1), schwer (F32.2).
F33 — Rezidivierende depressive Stoerung
auch: Rezidivierende Depression- Wiederholte depressive Episoden ohne hypomanische oder manische Episoden in der Anamnese. Hoeheres Chronifizierungsrisiko, oft mit Rezidivprophylaxe und Erhaltungstherapie.
F41 — Andere Angststoerungen
auch: Generalisierte Angststoerung · Panikstoerung · F41.0 · F41.1- ICD-10-Kategorie der nicht-phobischen Angststoerungen — u. a. Panikstoerung (F41.0), Generalisierte Angststoerung (F41.1) und Angst und depressive Stoerung gemischt (F41.2). Hauptmerkmal: Angst als zentrales Symptom, ohne klare phobische Stimuli.
F43 — Reaktionen auf schwere Belastungen
auch: Anpassungsstoerung · PTBS · Posttraumatische Belastungsstoerung- ICD-10-Kategorie fuer Stoerungen mit identifizierbarem aeusserem Stressor: Akute Belastungsreaktion (F43.0), Posttraumatische Belastungsstoerung (F43.1), Anpassungsstoerungen (F43.2). Differenzialdiagnostisch zentral gegen Major Depression und Angststoerungen.
F60 — Persoenlichkeitsstoerungen
auch: Borderline · Narzisstische Persoenlichkeitsstoerung- ICD-10-Kategorie der spezifischen Persoenlichkeitsstoerungen — u. a. paranoid (F60.0), schizoid (F60.1), dissozial (F60.2), emotional instabil (F60.3, inkl. Borderline-Typus), histrionisch (F60.4), anankastisch (F60.5), aengstlich-vermeidend (F60.6), abhaengig (F60.7).
F90 — Hyperkinetische Stoerungen (ADHS)
auch: ADHS · ADS · Aufmerksamkeitsdefizit-Hyperaktivitaetsstoerung- ICD-10-Diagnose der hyperkinetischen Stoerungen, klinisch oft als ADHS bezeichnet. Drei Kernsymptome: Unaufmerksamkeit, Hyperaktivitaet, Impulsivitaet. Erstdiagnose im Kindesalter; nach DSM-5-TR und ICD-11 auch im Erwachsenenalter klar abgrenzbar.
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Recht & Berufsordnung
§ 630f BGB — Dokumentationspflicht
auch: Dokumentationspflicht · 630f BGB- Buergerliches Gesetzbuch § 630f: Behandelnde sind verpflichtet, eine Patientenakte zu fuehren und „saemtliche aus fachlicher Sicht fuer die derzeitige und kuenftige Behandlung wesentliche Massnahmen und deren Ergebnisse" aufzuzeichnen. Aufbewahrungsfrist: 10 Jahre.
§ 203 StGB — Schweigepflicht
auch: Schweigepflicht · Berufsgeheimnis- Strafgesetzbuch § 203: Aerzte und Psychotherapeut:innen unterliegen der strafbewehrten Schweigepflicht. Verstoss ist Straftat (bis zu einem Jahr Freiheitsstrafe). Bei KI-Tools wesentliche Frage, ob Eingaben einen „unbefugten Dritten" darstellen — durch Pseudonymisierung loesbar.
EBM 35.2.1
auch: EBM Psychotherapie · Einheitlicher Bewertungsmassstab- Abschnitt des Einheitlichen Bewertungsmassstabs (EBM) der vertragsaerztlichen Vergueterung, der die antragspflichtige Richtlinientherapie regelt. Inkludiert Pauschalen fuer Sitzung, Bericht an den Gutachter und probatorische Sitzungen.
Approbation
auch: Approbierte Psychotherapeut:in- Staatliche Berufszulassung fuer Psychologische und Aerztliche Psychotherapeut:innen sowie Kinder- und Jugendlichenpsychotherapeut:innen. Voraussetzung fuer Eintragung ins Arztregister und Abrechnung mit gesetzlichen Krankenkassen. KI-Tools koennen die Approbation nicht ersetzen — Entscheidungs- und Verantwortungstraegerin bleibt die approbierte Person.
AVV — Auftragsverarbeitungsvertrag
auch: Auftragsverarbeitungsvertrag · Art. 28 DSGVO- Vertrag nach Art. 28 DSGVO zwischen Verantwortlicher (Praxis) und Auftragsverarbeiter (z. B. KI-Anbieter), der die Verarbeitung personenbezogener Daten regelt. Pflicht bei jedem Einsatz cloudbasierter Tools im Gesundheitswesen.
Richtlinienpsychotherapie
auch: Psychotherapie-Richtlinie- Psychotherapeutische Behandlungsverfahren, deren Wirksamkeit vom Gemeinsamen Bundesausschuss (G-BA) anerkannt und damit Bestandteil der gesetzlichen Krankenversicherung ist: Verhaltenstherapie, Tiefenpsychologisch fundierte Psychotherapie, Analytische Psychotherapie, Systemische Therapie.
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Datenschutz & Compliance
DSGVO Art. 9 — Gesundheitsdaten
auch: Besondere Kategorien personenbezogener Daten · Art. 9 DSGVO- Datenschutz-Grundverordnung Art. 9: Gesundheitsdaten sind besondere Kategorien personenbezogener Daten. Verarbeitung grundsaetzlich verboten — es sei denn auf Basis einer in Art. 9 Abs. 2 abschliessend aufgezaehlten Ausnahmen (u. a. ausdrueckliche Einwilligung oder Berufsausuebung im Gesundheitswesen).
Pseudonymisierung
auch: Pseudonymisierte Daten- Verarbeitungsverfahren, bei dem identifizierende Merkmale durch Pseudonyme ersetzt werden — die Re-Identifikation bleibt mit zusaetzlichem Schluessel moeglich. Im DSGVO-Sinne keine Anonymisierung (Personenbezug bleibt rechtlich vorhanden), aber zentrales Schutzmittel bei KI-Anwendungen im Gesundheitswesen.
NAD-Verfahren
auch: Named Entity Detection · Named Entity Recognition (NER)- Verfahren zur automatischen Erkennung benannter Entitaeten in Texten (Namen, Adressen, Geburtsdaten, Telefonnummern, IBANs). In duktus Grundlage der praeventiven Pseudonymisierung — alle identifizierten Entitaeten werden vor jeder Modell-Anfrage durch stabile Pseudonyme ersetzt, die Re-Mapping-Tabelle bleibt nur clientseitig.
BSI C5-Kriterienkatalog
auch: C5 · Cloud Computing Compliance Controls Catalog- Pruefkatalog des Bundesamtes fuer Sicherheit in der Informationstechnik fuer Cloud-Anbieter. Im Gesundheitswesen relevanter Mindeststandard (u. a. § 393 SGB V Verweis). AWS Frankfurt erfuellt C5 auf Infrastruktur-Ebene; eigene C5-Testierung auf Anbieter-Ebene in Vorbereitung.
ISO/IEC 27001
auch: ISO 27001 · Information Security Management System- Internationale Norm fuer Informationssicherheits-Managementsysteme (ISMS). Im Healthcare-Umfeld erwartete Mindestzertifizierung des Hosting-Anbieters. AWS Frankfurt-Region ist ISO 27001 zertifiziert.
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KI & Technologie
LLM — Large Language Model
auch: Sprachmodell · Large Language Model- Grosses neuronales Sprachmodell (z. B. Claude, GPT-4, Gemini), trainiert auf umfangreichen Textkorpora. Zentrales Werkzeug heutiger KI-Dokumentations-Software. Bei duktus wird Claude (Anthropic) ueber AWS Bedrock in Frankfurt verwendet — keine direkte API-Anbindung an US-Anbieter.
EU AI Act
auch: KI-Verordnung · AI Act- Verordnung der Europaeischen Union zur Regulierung kuenstlicher Intelligenz (Inkrafttreten 2024, Geltung in Stufen ab 2025). KI-Systeme in der Gesundheitsversorgung gelten i. d. R. als Hochrisiko-Systeme und unterliegen Transparenz-, Dokumentations- und Risikomanagement-Pflichten.
AWS Bedrock
auch: Amazon Bedrock- Managed Service von Amazon Web Services, ueber den fundierte Sprachmodelle (Claude, Llama, Mistral, Titan) in der jeweils gewaehlten Region (z. B. Frankfurt eu-central-1) angesprochen werden. Anfragen verlassen die EU nicht.
Anthropic Claude
auch: Claude · Claude Sonnet · Claude Opus- Familie grosser Sprachmodelle von Anthropic. duktus verwendet Claude ueber AWS Bedrock Frankfurt — auf europaeischer Infrastruktur, ohne Drittlandtransfer. Modellauswahl je nach Aufgabe (z. B. kuerzere Zusammenfassungen mit kleineren Modellen, komplexe Fallkonzeption mit groesseren).
Speech-to-Text (STT) / ASR
auch: Automatic Speech Recognition · ASR · Spracherkennung- Automatische Spracherkennung — Umwandlung von gesprochenem Diktat oder Sitzungsaufnahme in geschriebenen Text. duktus nutzt Gladia (EU-Hosting) mit Sprechertrennung und medizinisch optimiertem Wortschatz; Audio wird nicht persistiert.
Anonymisierung vs. Pseudonymisierung
auch: Anonymisierte Daten- Anonymisierung: Re-Identifikation einer Person ist nicht mehr moeglich; die Daten verlassen den Anwendungsbereich der DSGVO. Pseudonymisierung: Identifikation durch zusaetzlichen Schluessel weiterhin moeglich; die Daten bleiben personenbezogen. Im Klinik-Alltag praktisch erreichbar ist meist nur Pseudonymisierung — vollstaendige Anonymisierung scheitert i. d. R. an Kontextwissen.
Glossar nicht genug?
duktus weiss noch mehr — direkt im Chat-Assistenten.
Der Chat-Assistent kennt S3-Leitlinien, ICD-10-GM, ICD-11 und DSM-5-TR — und antwortet im fachlichen Duktus mit Quellenangaben. Pilotzugang ist kostenfrei.